Jura ist irgendwie ja auch ein Handwerk. Wenn ich mich so in der Kanzlei umsehe anscheinend auch eines, dass nicht im Studium so richtig vermittelt wird. Der Unterschied halt zwischen Theorie und Praxis. Darum fände ich es wirklich interessant, eine Art studiumsbegleitendes Coaching oder eine Art „Lehre“, wenn auch natürlich nicht so umfassend wie eine richtige Berufsausbildung. Das Problem ist, dass das ganze, solange es kostenfrei bleibt, eigentlich nur für den Lernenden ein positven Effekt hat. Ich stelle mir das so vor, dass es neben dem Studium halt noch einen Ansprechpartner gibt, der selbst mitten im Beruf drin ist, und dieser in Form von Gesprächen und Aufgaben alltägliche Handwerkszeuge mitgibt. Bei etwas mehr Zeit und Engagement auch eventuell Aufgaben bastelt, die im aktuellen Stoff liegen, oder den aktuellen Stoff für die Praxis bespricht.

Ich weiß, letztendlich hat genau diese Aufgabe wahrsch. das Refendariat. Aber ich würde das gerne halt studienbegleitend haben. Nicht nur ein paar Monate, ein Praktikum o.ä. – na welcher Anwalt nimmt mich unter seine Fittiche? ;)

Irgendwie ist Californication eine Art Noir-Kunstwerk in der brennenden Sonne. So spektakulär ist selten ein Mensch verrottet – wenn er auch immer, serientypisch, ein Hoffnungsschimmer zu sehen bekommt. Irgendwie hat Hank für mich persönlich ein großes Identifikationspotenzial, obwohl er rein faktisch in fast allen Dingen das Gegenteil zu mir ist. Aber Berlin ist nicht L.A., so sehr ich es mir immer wieder gewünscht habe. Berlin ist, besonders in diesen Tagen, deutlich Noir-trächtiger – aber gerade wegen diesem Klischee sehr weit davon entfernt. Das Empfinden mag aber auch an meiner egozentrischen Hochstilisierung meiner eigenen Person liegen, ohne zu wissen, zu was ich mich genau stilisiere.

Heute kam eine Mail der Naumann-Stiftung. Alles ist fristgerecht eingereicht worden (extra noch am Freitag nach Potsdam rausgefahren – die haben ein unheimlich tolles Stiftungs-Gelände), in den nächsten zwei Wochen kommt dann die Entscheidung. Ich hoffe, ich konnte die Stiftungs-Mitglieder überzeugen, obwohl ich eigentlich nichts von dem, was sie gefordert hatten, in überragendem Maße  erfüllt habe. Deswegen sind meine Hoffnungen auch begrenzt, aber ich habs probiert – und vielleicht schafft es mein Leben und meine Motivation, so ich sie denn richtig schriftlich rübergebracht habe, sie davon zu überzeugen, dass sie mich probeweise mit einem Stipendium unterstützen. Man, die nächsten zwei Wochen wird das Postfach mein bester Freund sein.

Ich weiß gar nicht mehr so recht, was ich gegen diese verdammte Müdigkeit tun soll. Ich habe grad 7 Tage die Woche zwischen fünf und zehn Stunden zu arbeiten und merke, dass ich irgendwie immer träger werde. Ich probiere mich gleich zum Kampfsport-Training aufzuraffen, aber eigentlich fühle ich mich nicht in der entsprechenden Verfassung.

Vielleicht sollte ich nicht mehr so viel auf einmal essen – das würde auch bei einer Gewichtsreduktion nützlich sein ;) – ansonsten, Kaffee hilft bei mir nicht, Red Bull ist eklig, einzig die neue Red Bull Cola hat etwas Wirkung – aber nur gegen die Müdigkeit, nicht gegen die einhergehende Kraftlosigkeit.

Eventuell macht es Sinn, einfach mal etwas zwischendurch zu schlafen. Aber ich schlafe eh schon recht viel – 8h am Tag im Durchschnitt. Mal weiter forschen, mal sehen was das Internet hergibt.

Jura-Studium ahoi! :) Der Jurakopf hat mir doch eben einige Einsteigertipps beschert – damit werde ich den letzten Monat schon rumkommen. Nur einen Fehler habe ich gemacht – ich hab jeweils die ersten 100 Seiten Strafrecht AT, Zivilrecht AT und Staatsorganisationsrecht gelesen. Jetzt ist alles im Eimer ;)   – hach wie ich mich freue, endlich studieren!

Ich dachte ja eigentlich, das Thema wäre mit dem Verlassen der Grundschule erledigt, aber wo taucht es wieder auf? Richtig, auf Arbeit, bei erwachsenen Menschen. Ist ja schön, wenn man seine Aufgaben als wichtig erachtet, aber bei jedem „Ich habe grad etwas wichtigers zu tun“ die Chefin auf mich zu hetzen ist auch extrem unproduktiv. Aber irgendwie scheint das „in“ zu sein – warum man Probleme nicht im Team lösen kann, scheint allein mir unverständlich zu sein – die anderen scheinen ihre Gründe zu haben. Aber mit mir sprechen will auch keiner.

Oder so. Manchmal schmeckts mit Markensachen doch besser. Der teure Preis für die Kellogs-Cornflakes und die Landliebe-Milch hat sich gelohnt. Mjam. Und der Post ist nicht bezahlt worden ;)

Nicht, dass es nicht abzusehen war, auf Druck der Rechteinhaber hin schließt Gulli nun seine Pforten – war ja klar, bei einem Unternehmen, das kommerziell orientiert dahinter steht wirken wirtschaftliche Ansprüche ganz anders als bei einem Projekt, das frei betrieben wird und dessen Akteure nicht benannt werden müssen sowie schwer zu ermitteln sind.

Abgesehen davon verstehe ich nicht, warum dann der Verkauf nach Österreich kam – der ja augenscheinlich wegen des Drucks der deutschen Behörden stattfand. Jetzt wird ja doch dicht gemacht.

Naja, die Scene freut sich und die Publics beißen sich in den Arsch. Gibts eigentlich grade für die kleinen Seiten wieder Finanzierungs-Modelle? Layer-Ads und Konsorten hatte ja irgendwann die ganzen Sceneseiten auf ein Minimum runtergestuft.

Mal sehen wo es hinführt, ein paar Gulli-User sind fleißig am Werkeln, aber das ganze kann und wird nicht ohne Reibungsverlust über die Bühne gehen. Wer noch was braucht: bis Montag 12 Uhr ist die Börse noch auf Read-Only geschaltet.

Interessant übrigens der Wortlaut der Mitteilung:

Wir sind auf Grund bereits länger andauernder, schwelender Konflikte mit Rechteinhabern gezwungen, einen Teil der Börse zu schließen. Es ist uns völlig klar, dass mit der Börse ein wichtiger Teil von gulli geht, das tut uns genauso weh wie Euch.

[...]

Das Board ist so stark, dass wir mit dieser Umstellung leben können und um es nochmal klar zu sagen: Es laut Gesetz müssen.

Also ist es nun ein Konflikt oder eine genaue gesetzliche Vorgabe? Schade, dass sie es nicht drauf ankommen lassen, vielleicht gibts dann endlich mal eine Rechtsprechung dazu, die den Fall bis ins letzte aufbröselt.

Nachdem ich heute die „Junge Karriere“ gelesen habe und intensiv die Anzeigen studiert habe, muss ich mal wieder sagen: es gibt extrem viele faule Leute. Es gibt ein Riesen-Angebot an (kostenlosen) Seminaren, Summer Schools und diverses mehr, die man als Abiturient/Student in Anspruch nehmen kann – das gibt nicht nur ein dickes Plus im Lebenslauf (wozu sicher viele das benutzen) sondern die dringend benötigten, aber im universitären Rahmen kaum vermittelten „Soft Skills“ werden gelernt. Abgesehen davon, dass man sich sein eigenes kleines Netzwerk aufbauen kann und schon dort die Gelegenheit hat, Interesse der großen Companys zu wecken.

Aber ich hab von kaum jemand gehört, der so etwas nutzt. Vielleicht, weil ich auch viele Juristen-Blogs lese, aber grade auch für diese Berufsgruppe sollten Coaching, Skills und Über-den-Tellerrand-schauen wichtiger werden. Ein Mandant muss heutzutage mehr denn je nicht nur auf fachlicher Ebene, sondern auch auf persönlicher Ebene überzeugt werden. Und selbst, wenn man nicht darauf aus ist, Karriere zu machen: für kostenlos sollte man das dort vermittelte Wissen schon mitnehmen können.

Doch wer macht das schon? Semsterferien zuhause inner Bar ist doch viel schöner. Ist ja fast so öde wie ein Praktikum. Ha.

Motiviert euch, Kinder. Nutzt die Chancen, die man euch gibt.

Das ist echt das einzige Wort, was mir dazu einfällt. Sowas ist Stoff für Horror-Filme, aber doch nicht die Realität?