Ich habe heute Bahn eine Idee, die ich schon länger hatte, etwas genauer im Kopf ausgestaltet – eine Sonderbetreuung für Heimkinder, die überdurschnittliche Leistungen erbringen. Voraussetzungen sollte Gymnasialbesuch sein und herausragende Leistungen in mindestens einem Fachgebiet (Gesellschaftsfächer, Naturkunde etc) und die Unterbringung in einem Berliner Heim. Diese Kinder sollen dann durch einen Freiwilligen mit Fachbezug speziell durch Mentoring und diversen Programmen gefördert werden (1-2x in der Woche).
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Wissen der meisten Heimbetreuer kaum ausreicht um einfach Fragen zu beantworten. Mit Latein, Philosophie, ja selbst Geschichtsfragen stieß ich auf unwissende Ohren in meiner Zeit in Berlin und Brandenburgs Heimen. Der weiter Nutzen dieses Projektes wäre das Gegensteuern zur harten Realität des Heimalltags, der, wenn man sich auf ihn einlässt, zu Minderung der Leistung, Straffälligkeit etc. führen kann.
Wie denkt ihr als Leser darüber?

2 comments
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24. September 2008 um 11:40
Felix 'hanzi' Schroeder
Naja, ich glaube das alles ist nur eine Geldfrage. Fähige, intelligente und intellektuelle Personen sind halt oft in der Position das sie sich raussuchen können wo sie arbeiten wollen.
Das ganze wäre kein Problem wenn man diesen Personen nur genügend bezahlen würde. Aber da unser Deutscher Staat, vor allem die Stadt Berlin chronisch pleite, überschuldet und im Fall von Berlin sogar komplett Pleite ist wird das bei öffentlicher Hand wohl nichts. Außer man bemüht dafür private Kinderheime, aber die sind auch auf Spenden angewiesen..
24. September 2008 um 11:57
Hans
Sicherlich ist das ein Problem und vor allem eine Tatsache – aber eine die sich nicht so schnell ändern lässt. Darum ja mein Konzept der freiwilligen Unterstützung durch einen spendenfinanzierten Verein – der kann nämlich zT interventionieren und viele Unternehmer wissen, dass sie da auch in die Zukunft investieren und für sich selbst bei den jungen Führungskräften Werbung machen können.
In anderen Ländern haben Kindergärtnerinnen den gesellschaftlichen Status von Professoren, aber sowas geht natürlich nicht in unsere Köpfe rein.